Was draußen los ist
Zuerst ein Blick auf das Umfeld: An der US-Börse sind am 9.10 alle drei großen Indizes gefallen, Dow Jones -0,60 %, S&P -0,58 %, Nasdaq -0,65 %, der Philadelphia Halbleiterindex ist sogar um 2,66 % eingebrochen; am 9.11 hat auch der chinesische A-Aktienmarkt mit hohem Volumen nachgegeben, Shanghai Composite -1,18 %, insgesamt sind 4870 Aktien gefallen, nur 643 gestiegen, tatsächlich „keiner, der sich wehren kann“. Die Europäische Zentralbank hat am 9.11 den Leitzins synchron auf 2,50 % erhöht, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Bank of Japan nächste Woche liegt über 75 %, weltweit ziehen die Zentralbanken kollektiv den Geldhahn enger.
Das große Thema über uns: Der US-PPI im August übertraf die Erwartungen, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September direkt auf über 70 % steigen ließ, und die CPI-Daten vom 9.11 sind die letzte wichtige Inflationsantwort vor der FOMC-Sitzung, die am 15.-16.9. Pekinger Zeit stattfindet. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran treibt Ölpreise und Frachtraten nach oben, die Inflation abzukühlen wird schwierig, dieses Szenario sieht für Risikoanlagen ganz und gar nicht nach einer Komödie aus.
$BTC Spot-ETFs zeigen sich auch nicht gnädig: Am 9.9 gab es einen Nettoabfluss von 120 Millionen US-Dollar an einem Tag, zwei Tage in Folge negativ, allein ARKB hat 78 Millionen abgezogen. Im Futures-Markt ist es noch deutlicher: Innerhalb von sechs Tagen gab es einen kumulierten Nettoabfluss von etwa 496 Millionen US-Dollar, am 7.8. lag das offene Interesse noch bei 8,48 Milliarden, jetzt ist es auf 7,98 Milliarden geschrumpft. Geld stimmt mit den Füßen ab, die Stimmen gehen nebenan hin.
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