Das "rücksichtlose" Vorgehen des Finanzministeriums und Basents Trumpfkarte: Ein Katz-und-Maus-Spiel der Erwartungen
Die Quartalsrefinanzierungstagung ist gerade zwei Wochen vorbei, da kündigt das Finanzministerium plötzlich "rücksichtslos" an – die Rückkaufmenge langfristiger Staatsanleihen zu verdoppeln.
Was ist mit dem vorher vereinbarten "regelmäßigen, vorhersehbaren" Vorgehen?
Warum kann man nicht warten?
Weil Basent wirklich in Eile ist.
Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen stieg zeitweise auf 5,3 % und erreichte damit den höchsten Stand seit 2007. Die 10-jährigen pendeln über 4,7 % auf hohem Niveau.
Was bedeutet das? Die Gesamtsumme der US-Staatsanleihen hat gerade die 40-Billionen-Dollar-Marke überschritten. Jeder Basispunkt mehr bedeutet jährlich Milliarden an Zinskosten.
Die Lage ist brenzlig.
Also zog Basent seine Trumpfkarte – das TGA-Konto mit 950 Milliarden Dollar.
Was ist TGA? Das "Girokonto" der US-Regierung bei der Federal Reserve, eine echte Bargeldreserve. Unter Biden lag es nur bei 550 bis 600 Milliarden, Basent hat es direkt auf 950 Milliarden erhöht.
Warum so viel? Nicht zum Angeben, sondern um zu kämpfen – einen Kampf zur Senkung der Langfristzinsen.
Basent nennt das "finanzministerielle Twist-Operation" (Treasury Twist). Aber Simon White, Bloomberg-Makrostratege, bringt es auf den Punkt: Die Nutzung des TGA zum Kauf von Langfristanleihen ist im Kern keine Twist-Operation mehr, sondern eine Netto-Liquiditätsspritze.
Was ist der Unterschied? Twist-Operation bedeutet Verkauf von Kurzläufern und Kauf von Langläufern, Geld wandert von einer Tasche in die andere, die Gesamtliquidität bleibt gleich. TGA-Käufe sind echtes Geld, das aus dem Staatsfonds in den Markt fließt, eine Art QE.
Das Problem ist – glaubt der Markt das?
Am Tag der Ankündigung fiel die Rendite der 10-jährigen kurzzeitig unter 4,7 % auf 4,68 %. Und dann? Sie stieg wieder.
Die Schwankung betrug nur wenige Basispunkte.
Der Markt sagt zu Basent: "Du hast Geld, das weiß ich, aber ich glaube nicht, dass du den Trend ändern kannst."
Warum nicht?
Erstens sind die 950 Milliarden keine freien Mittel. Das Finanzministerium muss täglich Gehälter zahlen, Verteidigungsverträge bedienen und fällige Staatsanleihen zurückzahlen. Realistisch verfügbar sind wohl nur 100 bis 200 Milliarden. Das ist im 40-Billionen-Dollar-Anleihenmarkt ein Tropfen auf den heißen Stein.
Zweitens hast du vor 16 Tagen das Refinanzierungsvolumen für das dritte Quartal erhöht. Und jetzt sagst du plötzlich, du willst die Rückkäufe ausweiten. Die chaotische Kommunikation zerstört das Vertrauen.
Drittens bezeichnet Castle Securities das als "finanzielle Repression". Zinsen werden gewaltsam gedrückt, die Attraktivität von Dollaranlagen geschwächt, Importpreise steigen, was dem Dollar letztlich schadet.
Aber der Kryptomarkt wartete nicht, bis das Finanzministerium alles gesagt hatte.
Bitcoin stieg in drei Tagen um über 20 % auf 80.000 $, der größte Anstieg seit 2023. Ethereum durchbrach die 2.500 $-Marke und legte seit der Ankündigung über 32 % zu.
Short-Positionen wurden mit 7,2 Milliarden Dollar liquidiert. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in einer Woche Zuflüsse von 1,92 Milliarden Dollar, ein 10-Monats-Hoch.
Warum steigen Bitcoin und Gold, nicht aber US-Staatsanleihen?
Weil kluges Geld die Botschaft versteht –
wenn das Finanzministerium unkonventionell agiert, um die Zinsen zu drücken, leidet die Kreditwürdigkeit des Dollars.
Basent sagt: "Wir haben noch keine einzige Anleihe gekauft." Aber der Markt stimmt mit den Füßen ab.
Die Schuldenobergrenze wird frühestens im nächsten Winter zum Problem.
Das bedeutet, dass das Finanzministerium im nächsten Jahr und halb Jahr genügend Munition hat, um dieses Spiel zu spielen. Jeder "rücksichtlose" Überraschungsangriff, jede Abweichung von den "regelmäßigen, vorhersehbaren" Prinzipien sagt der Welt eines:
Der Dollar ist nicht mehr der "Regelsetzer", sondern der "Regelbrecher".
Und Bitcoin – wurde genau dafür geboren.
$BTC$ETH$XAU#财政部拟动用TGA,长债回购能否治本?
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